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Web 2.5 - Socialweb goes Realtime!
Pascal — Fr, 22/05/2009 - 17:31
Das Wesen des World Wide Web hat sich mit der Zeit fundamental verändert. Betrachtete man es zuerst als eine Art Bilbliothek mit digitalen Büchern, in denen man lesen konnte, so ist es heute eines der wichtigsten Kommunikationsmedien. Ebensowichtig wie das Lesen von Inhalten ist das Bereitstellen von diesen. Die Nutzer wollen sich mitteilen, mehr oder minder wertvolle Informationen vermitteln.
Die Anbieter großer Websites setzen darauf. Sie bieten den Nutzern immer mehr Kanäle an. Aus Texten werden Podcasts oder Videos, in diese wiederum lassen sich Kommentare einfügen. Gruppen von Zuschauern werden visualisiert und die Kommunikation zwischen ihnen vereinfacht. Profile sind durch den Benutzer gestaltbar, um auch hier einen persönlichen Touch hineinzubringen.
Das Web 3.0 schließlich wird als das Netz gesehen, welches Maschinen ähnlich wie Menschen "verstehen" können. Man spricht von Semantic Web. Mit Ansätzen davon arbeitet die Wikipedia in einer angepassten Version. Was aber wird auf dem Weg dorthin noch passieren? Twitter machte das sichtbar, was ich in diesem Post Web 2.5 nennen möchte. Ist das Web 2.0 das Social Web, so ist das Web 2.5 das Realtime Web.
Das Web bewegt sich immer weiter weg von statischen Seiten. Es bewegt sich in eine Richtung, in der Streams den Ton angeben. Dieser Blog beispielsweise ist Teil des Streams. Digg und Yigg bilden Streams ab und nehmen den Aspekt der Wertung hinzu. Ihr kennt solche Streams auch von Facebook. Auf eurer Startseite strahlen euch alle aktuellen Informationen an. Wer ist welcher Gruppe beigetreten? Sind neue Freunde im Netzwerk? Schonwieder ein Star Trek Fan?! Wer hinterlässt wo Nachrichten auf Pinnwänden? Was machen meine Freunde gerade? Mikroinformationen aller Art werden direkt in den Stream gespeist und erreichen teils über die verschiedensten Kanäle (Website, SMS, E-Mail, RSS...) den Benutzer - in Echtzeit. Der Stream wird immer wertvoller, umso mehr Quellen in ihn Informationen abgeben können. Programmierer schaffen APIs, um genau diese Interkationen mit der eigenen Seite zu ermöglichen. Unser gutes altes WWW mit seinen vielen großen, eigenständigen Plattform wird dezentraler und kollaborativer. Mit diesem Prozess stehen wir aber vor einer gewaltigen Herausforderung: dem Management der Masse an Realtime-Informationen! Services, wie Twitscoop aggrigieren schon heute (Twitter-) Streams in Echtzeit und ermöglichen einen Blick auf das, was die Leute gerade im Allgemeinen beschäftigt. Wichtige Ereignisse können so viel schneller ins Auge fallen, als es über die traditionellen Medien je möglich wäre.
Wie aber geht man nun mit seinem Stream um? Die Macher vom jungen Dienst Streamy haben sich diese Frage wohl auch gestellt. Ihr Service hilft euch dabei, euren Stream zu sammeln und zu verteilen. Dazu legt ihr einen Account an, den ihr dann mit verschiedenen Angeboten verknüpft - Twitter, Facebook, Digg, Google Talk, ICQ/AIM... schon jetzt kann ein Zugriff auf die größten Social-Anwendungen erfolgen. Weiterhin abonniert ihr eure Lieblings-Feeds (corepulse.de und andere Blogs, News-Seiten, was auch immer). Streamy sammelt nun alle Daten und stellt sie über seine ansprechende Oberfläche zur Verfügung. Hier wird euch nun ermöglicht, diese Informationen auf intuitive Art und Weise mit euren Freunden zu teilen. Ihr könnt Kommentare abgeben, Empfehlungen aussprechen und Gruppen bilden. Das erste Mal im WWW wird euer Stream zur sozialen Ader. Mehr dazu zeigt euch das Video:
Bleiben wir gespannt auf die Dinge, die uns das Realtime-Web noch bieten wird!
